Der Valentinstag wird in Dänemark, wie auch in anderen nordischen Ländern, im Vergleich zu einigen anderen Ländern eine eher zurückhaltende gefeiert.

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Valentinstag in Dänemark: Wie wird der Valentinsdag hier gefeiert?
Der Valentinstag wird jedes Jahr am 14. Februar “gefeiert”. In vielen Ländern schenken sich Paare Blumen, Pralinen oder kleine Aufmerksamkeiten, Restaurants sind ausgebucht und Schaufenster erstrahlen in Rosa und Rot.
Doch wie sieht das eigentlich in Dänemark aus?
Wird der Valentinstag hier genauso gefeiert wie in Deutschland? Oder ist der sogenannte „Valentinsdag“ eher eine Randerscheinung?
Seit wann gibt es Valentinstag in Dänemark?
Der Valentinstag ist in Dänemark kein traditioneller Feiertag mit jahrhundertealter Geschichte. Vielmehr wurde er – wie in vielen europäischen Ländern – in den letzten Jahrzehnten stärker durch internationale Einflüsse und den Handel etabliert.
Er ist kein offizieller Feiertag und kein arbeitsfreier Tag.
Viele Dänen nehmen ihn wahr, aber er hat nicht denselben gesellschaftlichen Stellenwert wie Weihnachten oder Mittsommer.
In Dänemark ist der Valentinstag als “V-Day” oder “Valentinsdag” bekannt und wird ähnlich wie in anderen skandinavischen Ländern gefeiert – nämlich zurückhaltend. Man muss ganz klar sagen, dass bei Geschenken zum Valentinstag in Dänemark, wie auch in den anderen nordischen Ländern, oft mehr Wert auf Qualität als auf Quantität gelegt wird. Bevorzugt werden gut durchdachte, sinnvolle Geschenke, die Zuneigung und Wertschätzung für den Beschenkten zeigen sollen oder man schenkt auch einfach nichts.
Wie feiern die Dänen den Valentinstag?
Wenn man eines über Dänemark sagen kann, dann das: Dinge werden hier oft etwas entspannter angegangen.
Auch der Valentinstag ist meist zurückhaltend und unaufgeregt.
Aber natürlich:
- Es werden Geschenke wie Blumen, Pralinen oder Schmuck verschenkt.
- Es wird zu Hause gekocht oder geht in einem Restaurant essen.
- Es wird Zeit mit dem Partner oder der Partnerin verbracht indem man spazieren geht, ein Konzert besucht oder ins Kino geht.
- Kleine persönliche Aufmerksamkeiten
Statt überladener Geschenkberge geht es also eher um gemeinsame Zeit oder ein gemütliches Dinner zu Hause, ein Spaziergang am Meer oder ein Restaurantbesuch.
Gerade in Städten wie Aarhus oder Kopenhagen sind Restaurants am 14. Februar durchaus gut besucht.
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Typische Valentinstags-Geschenke in Dänemark
Zu den beliebtesten Geschenken zum Valentinstag gehören in Dänemark (ähnlich wie in Deutschland):
- Blumen, insbesondere rote Rosen, die ein traditionelles Symbol der Liebe sind
- Pralinen, entweder in Schachteln oder selbstgemachte Leckereien, zum Beispiel von Lakrids by Bülow oder Summerbird.
- Schmuck, z. B. eine Halskette, ein Armband oder Ohrringe, zum Beispiel von Månesten.
- Liebesbriefe oder romantische Karten.
- Erlebnisgeschenke, wie z. B. Konzert- oder Theaterkarten, ein Wellness-Tag oder ein Wochenendausflug.
- Persönliche Geschenke, wie z. B. ein Fotoalbum oder eine Sonderanfertigung.
Unterschiede zwischen Deutschland und Dänemark
Mir fällt in Dänemark jedes Jahr auf, dass der Valentinstag hier insgesamt weniger kommerziell wirkt. In Deutschland begegnet man oft schon Wochen vorher Dekorationen und viel Werbung rund um den 14. Februar. In Dänemark hingegen bleibt alles deutlich zurückhaltender. Das liegt sicher auch daran, dass zur gleichen Zeit häufig Fastelavn gefeiert wird und der Fokus eher auf den traditionellen Fastelavnsbollern liegt.
Natürlich greifen auch hier Supermärkte und Blumenläden das Thema Valentinstag auf, doch es wirkt weniger präsent im Stadtbild. Dadurch entsteht deutlich weniger Druck, an diesem Tag etwas Besonderes machen oder schenken zu müssen. Viele Paare schenken sich gar nichts, und das ist vollkommen normal.
In diesem Fall passt das gut zur dänischen Mentalität, die häufig von Gleichheit und Zurückhaltung geprägt ist.
Fazit
Meiner Meinung nach wird der Valentinstag in Dänemark insgesamt ähnlich wie in Deutschland gefeiert – allerdings etwas ruhiger und weniger kommerziell.
Während der Tag in manchen Ländern sehr stark beworben wird, wirkt er hier natürlicher und weniger verpflichtend.
Viele empfinden ihn als überflüssig, andere wiederum als schöne Gelegenheit, den Alltag kurz zu unterbrechen und bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
Und letztlich ist genau das wohl das Wichtigste: Es bleibt eine sehr persönliche Entscheidung.
